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Travel One 03_2014

travel.one 7.2.2014 13 mix.produktairlines/airports.titelthema »die Lebensqualität, Gesundheit und den Grundbesitz der Frankfurter Bürger durch die Fraport AG massiv gefährdet«. Ihren Forderungen verleihen zwischen 2.000 und 6.000 Unterstützer der Initiati- ve jeden Montag am Frankfurter Flugha- fen Nachdruck. Allianz für Lärmschutz. Flughafenbetreiber Fraport und die Hessische Landesregierung wissen um die Situation der Anwohner. Allerdings gibt es in Deutschland bis heute kein allgemeines Gesetz zur Regelung von Lärmschutz. Bestimmte Lärmschutz- Grundsätze finden sich seit 1971 nur im Luftverkehrsgesetz (LuftVG) und im Gesetz zum Schutz gegen Fluglärm (Flu- LärmG) wieder, sie belegen jedoch kein Recht auf Nachtruhe oder auf Lärm- schutz. Um das Thema in den Gesetzen zu verankern, hat das Bundesministeri- um für Verkehr und digitale Infrastruk- tur 2009 ein erweitertes Nationales Verkehrslärmschutzpaket vorgestellt. Es soll bis 2020 die Lärmbelastung durch Flugverkehr um 20 Prozent verringern, etwa durch eine Verschärfung der Lärm- zulassungsgrenzwerte und lärmärmere Anflugverfahren. Schritte in Richtung Lärmschutz in Frankfurt sind mit der Einführung des Nachtflugverbotes unternommen wor- den. Es gilt von 23 bis 5 Uhr. In den Rand- stunden ab 22 und bis 6 Uhr wurde die Zahl der Flugbewegungen auf 133 gede- ckelt, informiert der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft. Für das Bundesland Hessen wurde zudem von der Landesregierung die »Allianz für mehr Lärmschutz« gegründet. Darin sind ein Budget von 165 Millionen Euro zum passiven Schallschutz – er verringert Lärm innerhalb von Räumen und Einrich- tungen –, eine Ausweitung des Immobi- lienankauf- und Ausgleichsprogramms Casa sowie 19 Maßnahmen zum aktiven Schallschutz – er reduziert den Lärm direkt an der Quelle – gebündelt. Das Geld aus dem Regionalfonds soll rund 17.300 betroffenen Haushalten zugute kommen, erklärt die Fraport AG. Darüber hinaus gibt es Pläne der schwarz-grünen Koalition in Hessen, siebenstündige Lärmpausen auf den Start- und Lande- bahnen am Flughafen einzuführen. Auch der Bau des geplanten dritten Terminals in Frankfurt – er soll 2015 beginnen – werde nun noch einmal geprüft, heißt es. Kendra Mietke ©FraportAG

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