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Travel One 03_2014

travel.one 7.2.2014 11 mix.produktairlines/airports.titelthema »Die deutsche Luftfahrtpolitik exportiert Arbeitsplätze und Wohl- stand in andere Länder.« Ralf Teckentrup, Condor D eutschlands größte Baustelle sorgt mal wieder für Schlagzei- len. Zum einen, weil am 1. Juli nun endlich der Testbetrieb am neuen Hauptstadtflughafen gestartet werden soll. Zum zweiten, weil sich gerade eine erneute Kostenexplosion samt dazu- gehöriger Finanzierungslücke von 440 Millionen Euro abzuzeichnen scheint. Aktuell soll sich die Kostenkalkulation auf rund 4,7 Milliarden Euro belaufen, Skeptiker rechnen nach Informationen des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) gar mit Gesamtkosten in Höhe von sieben Milliarden Euro. Und als wäre das nicht genug, warnte der Chef der Berliner Flughäfen, Hartmut Mehdorn, kürzlich vor dem Verkehrsaus- schuss des Deutschen Bundestages da- vor, dass der neue Großflughafen Berlin Brandenburg schon bei seiner um Jahre verzögerten Eröffnung seine Kapazi- tätsgrenze erreicht haben könnte. Der Airport sei für 27 Millionen Passagiere jährlich ausgelegt. Im abgelaufenen Jahr verzeichnete die Flughafengesellschaft allerdings bereits 26,3 Millionen Passa- giere in Tegel und Schönefeld. Mehdorn rechne mit bis zu 45 Millionen, berichtet der Berliner »Tagesspiegel« unter Beru- fung auf Sitzungsteilnehmer. Da der Engpass weniger bei den Start- und Landebahnen als im Termi- nal auftauche, gebe es nur zwei mögliche Lösungen. Entweder müsse ein weiteres Terminal gebaut werden oder der Flug- hafen Berlin-Tegel müsse auch nach der Eröffnung des neuen Hauptstadt-Air- ports in Betrieb bleiben. Zugleich wird schon lange eifrig dis- kutiert, protestiert und prozessiert. Es geht um Flugrouten, die Lärmbelastung der Anwohner und um Schallschutz. So liegt der Grund für die abermalige Kos- tensteigerung darin, dass das Oberver- waltungsgericht Berlin-Brandenburg geurteilt hat, der Flughafen habe die Vorgaben beim Schallschutz verfehlt und müsse nun in 8.500 bis 14.000 Woh- nungen mit dem Einbau von Schall- schutzfenstern, Dämmung und Lüftern nachbessern. Explosives Gemisch. Der Fall des Hauptstadtflughafens ist allein schon wegen der endlosen Verzö- gerungen und Kostensteigerungen eine Sache für sich. Grundsätzlich findet sich jedoch mit Blick auf die Expansionsab- sichten aller Großflughäfen ein ähnli- cher Cocktail aus verkehrs-, umwelt- und Am 1. Juli soll der Flughafen Berlin Brandenburg endlich den Testbetrieb aufnehmen ©GünterWicker/FlughafenBerlinBrandenburgGmbH ©Shutterstock/SergeyNivens

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